Käse schließt den Magen zu … ?

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Archäologen gehen davon aus, dass Menschen seit etwa 9.000 Jahren Tiere nicht nur wegen ihres Fleisches, sondern auch wegen der Milch gehalten haben.

Käse enthält Proteine, Vitamin B2 und Calcium – darum rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, täglich zwei Scheiben davon zu essen. Dann bleiben die Knochen gesund und das Risiko für Darmkrebs verringere sich.
Tatsächlich ist es so, dass die freien Fettsäuren im Käse das Gefühl der Sättigung verstärken: sie regen die Darmwand zur Freisetzung bestimmter Verdauungsenzyme an. Das führt wiederum dazu dass sich der Magenausgang Richtung Darm schließt und die Nahrung länger im Magen verbleibt. Das signalisiert dem Gehirn, dass der Magen gut gefüllt ist und wir somit ein Sättigungsgefühl verspüren.

Grundsätzlich ist das Gefühl „Hunger“ die Aufforderung, zu essen. Dabei ist es optimal, sich danach zu richten. Vorher, wie auch nachher, passen die inneren Abstimmungen der Verdauungsvorgänge nicht mehr so gut zusammen, so dass man keinen rechten Appetit mehr hat oder einem das Essen schwer im Magen liegt und die Nahrung nicht gut verwertet werden kann. Proteine faulen, Kohlehydrate gären im Darm, was zu schmerzlichem Blähbauch, Flatulenz und Verstopfung oder seinem Gegenteil führen kann.
Ebenfalls grundsätzlich ist es so, dass beim Essen im Schnitt nach 20 Minuten das Gefühl der Sättigung gespürt wird – unabhängig davon, wie viel gegessen wurde.
In geselliger Runde wird allerdings, unabhängig vom Hunger, üblicherweise mehr gegessen, als sonst.

Dass der Käse riecht oder Löcher hat, liegt an seiner Herstellung, bei der dem Milchprodukt für die Reifung und für den Geschmack Schimmelpilze oder Bakterien zugesetzt werden. Deren Art entscheidet darüber, ob der Käse stark riecht oder eher Löcher aufweist.
Ob die Geruchsempfindungen dann eher positiv oder aversiv ausgestaltet erlebt werden, liegt meist an den eigenen Erfahrungen und Assoziationen, die man mit dem Geruch verbindet, oder am Gesundheitszustand jedes Einzelnen.

Quelle: Gießener Allgemeine, 20.01.2020

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